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Ergiebige
Regenfälle der letzten Woche hatten den Mountainbike-Cross-Country-
Rundkurs in Hengen, auf der Schwäbischen Alb, in eine Schlammpiste
verwandelt. Über 320 Starter trugen nicht gerade dazu bei, dass sich
der Streckenzustand besserte. Nach dem ich den downhillartigen Slalom
am Vormittag mit der Tagesbestzeit (auch schneller als die nächsthöhere
Jugend) für mich entschieden hatte, war den Betreuern klar, daß man bei
dem wichtigsten Rennen in Baden-Württemberg um den Sieg mitfahren kann.
Am Start zum Cross-Country-Rennen erfuhren die 40 Fahrer, daß es über 7
schwierige Runden, bei Nieselregen und typischen „rauhen Alb Wetter“,
um den Titel des Baden-Würtembergischen Landesmeisters ging. Gleich vom
Start weg machte der amtierende Deutsche Meister und Lokalmatador vom
RSC Hengen Martin Frey mächtig Druck und übernahm die Führung. Ich
setzte mich in der Spitzengruppe fest und ging als dritter in eine
Laufpassage, während einige Fahrer die kleinen Hügel und Spitzkehren zu
fahren versuchten, sprang ich in Querfeldeinmanier vom Rad und rannte
mit großen Schritten an der Konkurrenz vorbei und übernahm die Spitze.
Einzig Martin Frey konnte mir noch folgen. Nach der ersten Runde setzte
ich eine Attacke und ließ meinen Verfolger am Berg einfach stehen und
fuhr auf und davon. In den darauffolgenden 6 Runden konnte ich meinen
Vorsprung kontinuierlich auf nahezu 2 Min. ausbauen. Während viele
Fahrer in glatten Wiesenkurven stürzten, kam ich sturzfrei und
überglücklich ins Ziel. Als Hessischer Lizenzfahrer wurde ich zwar
„nur“ für den 1. Platz gewertet und nicht für die BA-WÜ, das war aber
von vorneherein klar.
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